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Situation

Allgemein:

Liebe Spender, Unterstützer und Freunde vom Kindernest. Nun ist das neue Jahr 2021 auch schon wieder ein paar Wochen alt. Was kann man in dieser bewegenden Zeit schreiben. Corona hat uns alle getroffen. Den einen mehr, den anderen weniger. Aber so schnell lassen wir uns nicht in die Knie zwingen. Im Gegenteil. In den letzten Monaten ist sehr viel passiert. Das Kindernest-Zentrum läuft sehr gut und unser Team ist bemüht, den Kindern ein liebevolles Zuhause und eine gute Basis für die Zukunft zu geben. Einen unserer Jungen, Ionut (13), konnten wir zurück nach Hause lassen. Es gibt noch einige Schwierigkeiten, vor allem aufgrund der Situation gerade, aber wir lassen ihn natürlich nicht alleine und helfen ihm und seiner Familie auch so zeitweise mit Sachspenden. Denisa, Vasile und David sind alle 18 geworden und haben das Kindernest verlassen. Alle 3 arbeiten und versuchen dennoch nebenbei ein wenig sich fortzubilden. Da Denisa nicht gleich eine Unterkunft hatte, haben wir (Andrea und Robi) sie vorerst zu uns genommen. Nun ist aber alles auf gutem Wege. Vasile hatte im Sommer bei uns seine Tischlerlehre beenden können und fand gleich eine gute Arbeit, wo er Möbel herstellt und Stuckdecken aus Holz macht. Im Sommer kamen 2 neue Geschwister zu uns. Mihaela (15) und Gheorghe (13). Sie waren bei einer Pflegemutter, die in Rente gegangen ist und sich nicht mehr kümmern konnte. Die beiden haben sich gut eingelebt und gehören schon voll und ganz zu uns.

Brumar zu Hause

Bei Ionut und seinen vielen Geschwistern Zuhause

 

Der Bedarf ist so groß, dass wir bereits mit dem Jugendamt über 3 bis 6 neue Kinder gesprochen haben, die in Kürze kommen sollen. Für 3 von ihnen, wurden bereits die ersten Papiere gemacht. Weil nirgendwo mehr Platz ist, wurden einige vorerst in das staatliche Heim für schwererziehbare Kinder gesteckt, wo sie natürlich nichts zu suchen haben. Einer der 3 z.B. kam dahin, weil sein großer Bruder Mist machte und er niemanden mehr hat. Die Mutter starb an Krebs, der Vater an Alkohol. Von der restlichen Familie wollte ihn keiner. Wir schon! Andere Kinder sind im staatlichen Notfallheim gelandet, bevor sie kommen können und man lässt sie vorerst in der schweren Situation. Unglaublich, dass immer mehr Heime schließen sollen. Im September hatte die Schule sogar ganz praktisch begonnen und die Kinder gingen direkt in ihre Klassen. Mit Masken und allem was Pflicht war, aber es war zumindest teilweise ein Gefühl, dass es ein normales Schuljahr ist, das neu beginnt. Leider täuschte das Gefühl und nun findet die Schule wieder nur online statt, von Zuhause. Dank einiger großzügiger Spenden konnten wir auch genügend Laptops und Tabletts bekommen, sodass der Unterricht für unsere Kids gewährleistet ist. Unser Lehrer im Heim und die Erzieher helfen natürlich während der Unterrichtszeit und danach bei den Hausaufgaben. Trotz der schweren Zeit und Situation, sind alle gesund und munter und dankbar über das, was wir haben.

 

Familie MahnkeDas im Jahre 2018 erworbene Gebäude, wurde komplett ausgebaut und ist fast fertig eingerichtet. Wie ihr wisst, haben wir bereits letztes Jahr intensiv mit dem Jugendamt geschaut, welche Kinder wir wann hier aufnehmen können. Es ist so weit! Ende 2020 bekamen wir die ersten 2 Kinder ins neue Gebäude. Auch wir waren sehr vom Schicksal der beiden bewegt und haben deshalb natürlich gleich zugesagt, als das Jugendamt uns um Hilfe gebeten hatte. Meine Frau Andrea und ich nahmen die beiden als Notfall in die Pflege. Die Kleinen sind in einem Slumviertel geboren, lebten lange auf der Straße und haben nicht einmal eine richtige Geburtsurkunde. Ich ging gleich zu unserem Bürgeramt, um eine zu beantragen. Die Zähne sind schlecht und sie hatten weder Essen, noch Kleidung und schon gar keine Liebe. Sunita, das Mädchen (10), war gleich in der 1. Klasse sitzen geblieben, weil keiner ihr half und auch keine vernünftigen Schulmaterialien vorhanden waren. Dann kamen sie zu Pflegeeltern, die anscheinend nur die monatlichen Kindergelder wollten. Liebe bekamen sie so wenig, wie vernünftige Kleidung, Spielsachen oder einfach nur Aufmerksamkeit. Schläge dagegen sehr viele mit Stangen und Kabeln. Wenn sie oder ihr kleiner Bruder die Aufgaben nicht so erledigten, wie das die Pflegeeltern wollten, bekamen sie keine Unterstützung, sondern wurden mit der Suppenkelle oder dem Holzlöffel auf den Kopf geschlagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stefan mit BrandverletzungDie Verbrennungen vom kleinen Stefan (5) an der Brust sind verheerend. Dazu eine große Stelle am Bein. Sunita sagte mir, dass sie ständig hörte, wie hässlich sie ist und dass sie nichts wert sind. Schlimm! Es laufen nun Ermittlungen. Hier haben sie Geborgenheit, Sicherheit und vor allem auch Liebe. Und natürlich alles, was sie brauchen. Sie sagten schon nach wenigen Tagen Mama und Papa und sagen uns ständig wie sehr sie uns lieben. Man sieht, die Hilfe kommt zu 100% an und verändert echt Leben. Die Kinder wollen nie mehr weg und meinten, endlich haben sie eine richtige Familie. Auch hier im 2. Gebäude, was bereits mit Leben gefüllt ist, werden wir in Kürze 3-4 Kinder dazu nehmen.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der momentan größte Unterstützungsbedarf:

1. Für die laufende Heizperiode hatten wir ja leider erst im Herbst das ganze Brennholz von 70 Metern kaufen können. Dadurch bekamen wir nur mittelmäßige Qualität zu einem sehr hohen Preis von fast EUR 3.000! Für die kommende Heizperiode 2021/2022 wollen wir schlauer sein und gutes Holz schon jetzt im Frühjahr kaufen. So kann es noch "grünes" Holz sein, was bis November abtrocknet. Wir sind sehr dankbar für jede Spende, die dabei hilft! Wir müssen bessere Qualität kaufen. Wenn wir es aber demnächst tun, dann kann man es zum gleichen Preis oder sogar günstiger bekommen! Geschätzter Bedarf: EUR 2.500!

Brennholz Herbst 2020

 

2. Beide Häuser, das Kindernest-Zentrum I und das kleinere Heimgebäude, haben große Probleme mit dem Abwasser und das schon seit Jahren. Nun hat der Bürgermeister auf der Straße endlich Kanalisation legen lassen. Problem ist, dass keines unserer Häuser da angeschlossen ist. Somit müssen wir das Abwasser manuell durch den Zaun in die Kanalisation auf der Straße pumpen (siehe die 3 Bilder weiter unten). Die Leitungen sind dadurch oft bis ins Haus verstopft. Hier gilt es nun endlich zu handeln. Wir müssen dringend eine unterirdische Verbindung schaffen und somit beide Häuser an die Stadtkanalisation anschließen. Das kostet aber Material und Arbeitskraft. Es muss alles aufgerissen, Rohre verlegt und dann mit Beton und Erde alles wieder geschlossen werden. Auch hier freuen wir uns über jeden Euro! Geschätzter Bedarf: EUR 3.000!

Kanalisation 1

Kanalisation 2

Kanalisation 3

 

Die Erweiterung zum Kindernest-Zentrum:

2014 konnten wir ja unser direktes Nachbargrundstück (2.500 qm) erwerben, wo wir weitere Gebäude für Heimkinder sowie ein Gebäude für die anderen Arbeitszweige, mit einem großen Gemeinderaum mit Cafe`, Kinderklubräumen mit Suppenküche und Kleiderkammer und eventuell sogar Kindergartenklassen errichten wollen. Das "Kindernest-Zentrum II"! Die Häuser werden voll unterkellert und insgesamt ca. 2.300 qm Wohnfläche haben. Der Gemeinde- und Allzwecksaal hat knapp 200 qm. Die Architektenpläne müssten überarbeitet werden, aber viele Voraussetzungen stehen. Wir haben einen Verein, mit allen Papieren für die soziale Arbeit, das Herz und Know-How, die nötigen Erfahrungen, die Leute und Liebe für diese Arbeit. Das Grundstück ist erworben und auch ein Grundstock für den Beginn des Hausbaues ist vorhanden und für die weiteren Arbeitszweige wäre dies eine starke Basis, von der aus unsere Arbeit organisiert und koordiniert werden kann. Leider mussten wir im Sommer 2016 und 2017 unser "Kindernest-Zentrum I" komplett umbauen, damit wir endlich die Feuerwehrzulassung bekommen. Das hat natürlich ein großes Loch in die Finanzkasse gerissen. Ungeachtet dessen haben wir außerdem im Herzen, einmal das hintere Grundstück (5.000 qm) zu erwerben. Dieses wollen wir ja hauptsächlich zum Anbau von Kartoffeln, Mais und anderem Obst und Gemüse und eventuell sogar auch zur Viehzucht verwenden. Insgesamt wird das Kindernest-Zentrum damit auf über 10.000 qm erweitert.

 

Haus 364 auen fertig

UND: Das im Sommer 2018 gekaufte Nachbarhaus, was 2019 fertig ausgebaut und renoviert wurde, konnten wir 2020 mit Möbeln versehen und es zogen sogar schon die ersten Kinder ein. Wir nehmen weiter Land ein! Alles wächst und man sieht, dass Segen darauf liegt, wenn man mit dem Herzen arbeitet.

 

DasKindernestZentrum 24.04.2018

Das rote und blaue durchgezogene Grundstück, ist nun unser heutiges, komplettes Kindernest-Terrain, mit knapp 6.000 qm. Das gelbe oben und das blau gestrichelte Grundstück ganz rechts sollen dazu erworben werden und unser Kindernest-Zentrum auf knapp 13.000 qm (grün und komplett blau) erweitern. Der Vorteil bei dem blau Gestrichelten ist, dass dort ebenfalls bereits 2 Häuser darauf stehen, die im Rohbau fertig und sogar teilweise ausgebaut sind.

 

Aktion "1 qm Zukunft": Diese Aktion rufen wir neu ins Leben! Und zwar aus den 3 folgenden Gründen: Einmal wollen wir rechts neben dem Kindernest-Zentrum I mit dem Bau des Kindernest-Zentrum II beginnen. Zum anderen, soll ein weiteres Grundstück dazu erworben werden. Neben unserem eigentlichen Kindernest-Land von inzwischen knapp 5.200 m2, wo unser Heim und das neue Gruppenhaus steht und das Kindernest-Zentrum II für Kindergarten, Kinderclub, den Wohngruppen für die älteren Kinder und dem Gemeinderaum entstehen soll, wollen wir das hintere Grundstück (ungefähr 5.000 m2) erwerben. Dieses wollen wir zum Anbau von Kartoffeln, Mais und anderem Obst und Gemüse und eventuell auch zur Viehzucht oder sogar zur Errichtung weiterer Heimgebäude verwenden. Insgesamt wird das Kindernest-Zentrum damit auf über 10.000  m2 erweitert. Die 3. Möglichkeit ist, die 2 anderen Einfamilienhäuser rechts neben dem neuen orangenen Haus zu erwerben und ebenfalls zu sanieren. Für diese drei Anliegen bitten wir darum: Schenken auch Sie Zukunft! 1 m2 kostet € 100,00. Kaufen Sie für die Kinder einen oder mehrere m2 Zukunft, indem Sie die entsprechende Summe, je nach gewünschter Anzahl der m2, auf unser Vereinskonto unter dem Kennwort: "Aktion 1 qm Zukunft" spenden. HINWEIS: Sollte zwischenzeitlich der Bedarf gedeckt sein, behalten wir uns vor, die weiteren Spenden der qm für andere Bereiche des Kindernestes zu verwenden!

 

Die anderen Arbeitszweige und der monatliche Unterhalt:

Wie ihr wisst, helfen wir auch außerhalb des Kindernestes, wo wir nur können. Leider haben wir doch einige Dauerspender durch Corona verloren, sodass wir einiges einschränken müssen, was aber eigentlich vom Herzen selbstverständlich und von den anderen Bedingungen definitiv möglich wäre. Traurig, aber so ist es. Oft liegt es nur am Geld Leben zu retten oder wenigstens zu verbessern. Täglich kommen Arme zu uns an die Tür oder man trifft sie im Dorf oder in der Stadt. Sie fragen nach Lebensmittel, Kleidung, Geld für Medikamente oder Operationen. Es ist so viel und wir wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen. Vor 3 Tagen bat mich eine junge Mutter um Geld, ihr totes Kind holen und beerdigen zu können.

Hilfe im Dorf 1

Eine arme Familie aus unserem Dorf bekommt von uns Kleidung für sich und weitere Familien in ihrem Slumviertel

 

Hilfe im Dorf 2

Hier holen wir mit unserem Minibus von einem anderen Hilfsverein, mit dem wir in enger Kooperation stehen, Sachspenden ab, die wir dann an arme Familien und die Straßenkinder verteilen. Bei uns kommt nichts weg. Was wir im Heim nicht benötigen oder zu viel haben, geben wir gerne an Bedürftige in der Umgebung weiter. Und davon gibt es hier sehr viele.

 

Straenkinder

Eines der vielen vielen Straßenkinder von Brasov. Den Kleinen trafen wir mit seiner Mutter und dem Baby-Geschwisterchen eher spontan und kauften wenigstens etwas richtiges zu essen. Sonst suchen sie eher den Müll durch, nach etwas Essbarem. Wir wollten in den folgenden Tagen auch Kleidung bringen, haben sie aber leider nie wieder gesehen. Der Bedarf ist aber sehr groß und viele benötigen unsere Hilfe.

 

Auch im Heim haben wir so viel zu bezahlen und zu bewegen. Ein Mädchen muss zu einem Augenspezialisten nach Bukarest, was teuer wird. Vom Weg und der Untersuchung. Durch die weggebrochenen Spenden, müssen wir monatlich sehen, wie wir alles bezahlen können. Der Bedarf ist groß und auch der Einsatz. Es kommt an. Es wäre so wichtig, wenn wir monatlich mehr Unterstützung bekämen, dann könnte man auch mehr in den Slums helfen. Es wäre ein großer Segen. Natürlioch auch über größere Einmalspenden, für Reparaturen oder sogar ein weiteres Gebäude, wo man einige der Arbeitszweige unterbringen könnte.

Wir freuen uns über jeden Euro, der monatlich kommt. Ein volles Kindernest und ein weiteres Haus, machen das jetzt noch wichtiger! Durch die nicht einmal 1% Verwaltungskosten, merken wir diesen Euro ganz genau vor Ort. Davon können wir 3 Brote oder 2 L Milch kaufen. Also bitte nicht unterschätzen. Jeder € hilft! Schön, dass das weiterhin viele Leute erkannt haben und eine neue dauerhafte Unterstützung geben. Manche sogar im Rahmen einer Kinds(teil)patenschaft. (http://kindernest.org/helfen/patenschaften.html) Aber wir wollen auch die anderen Arbeitszweige nicht vergessen, weiter Nachbarn helfen und zu den Straßenkindern gehen.

JEDER ZUSÄTZLICHE MONATLICHE EURO IST SEHR WICHTIG UND KOMMT DIREKT IM PROJEKT AN! BITTE ÜBERLEGT DOCH, OB AUCH IHR MONATLICH HELFEN KÖNNT ODER GGF. EURE HILFE ERHÖHT! VIELEN DANK!

 

Sonstige Hinweise:  

Praktikum und FSJ:  Für alle, die mit dem Gedanken im Herzen spielen, im Kindernest mal ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Langzeitpraktikum zu absolvieren: Wir suchen ab April 2022 eine weibliche Verstärkung im Rahmen eines FSJ oder längeren Praktikums, für den Zeitraum von mindestens 1 Jahr. Wenn jemand z.B. bis Oktober oder November noch in der Ausbildung ist oder ein Studium beendet und erst danach kommen kann, ist dies natürlich auch möglich. Alles Kürzere als 5-6 Monate hat aber keinen Sinn. Alle Bewerbungen bitte mit ausführlichem Lebenslauf mit Bild, den Vorstellungen über eine mögliche Hilfe im Kindernest sowie einer ausführlichen Beschreibung der Person, an eine unserer E-Mail-Adressen, unserer Fax-Nummer in Rumänien (0040-268 / 364221) oder postalisch an unsere Hauptstelle in Chemnitz (D) oder Brasov (RO). Wir freuen uns auf euch.

~ Praktikumsangebot ~

 

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